Arbeitsmedizin

Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz, was ist hier was?

Sie wissen, was Sie wollen? Dann ist hier unser Leistungsangebot

Die Arbeitsmedizin ist eine rein präventive Medizin, dies bedeutet, der Betriebsarzt/Werksarzt ist für die frühzeitige Erkennung und bestenfalls für die gänzliche Verhinderung von arbeitsbezogenen Erkrankungen zuständig. Grundlage ist das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsmedizinische Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) und das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG), diese werden von speziellen Verordnungen ergänzt, wie zum Beispiel die Gefahrstoffverordnung, die Bildschirmarbeitsplatzverordnung oder die Biostoffverordnung.

Die Arbeitssicherheit in Deutschland wird mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt zusammen als Berater für den Unternehmer in die einzelnen Unternehmen gebracht.

Die Tätigkeit gliedert sich hierbei in die folgenden Bereiche:

Beratungen:

  • Regelmäßige Betriebsbegehungen

Arbeitsplätze müssen in regelmäßigen Abständen durch Fachkundige begangen und auf Gesundheitsgefahren hin beurteilt werden werden. Hier steht der Betriebsarzt zusammen mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit dem Unternehme beratend zur Seite. Die Häufigkeit der Begehungen ergibt sich aus der Gefährdung für die Mitarbeiter, sollte aber mindestens alle drei Jahre stattfinden.

  • Teilnahme an Arbeitsschutzausschusssitzungen

Die Arbeitsschutzausschusssitzung auch gerne ASA abgekürzt ist der zentrale Ort für Arbeitsschutz im Unternehmen. Hier treffen sich Geschäftsführung, Betriebsrat, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt und ggf. Sicherheitsbeauftragte oder Abteilungsleiter zum gemeinsamen Austausch. In der ASA werden anstehende Probleme erörtert, wie zum Beispiel die Arbeitsunfälle der näheren Vergangenheit besprochen und auch zukünftige Änderungen bei Verordnungen und Gesetzen besprochen.

  • Mitwirkung bei der Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist das Grundgesetz des Arbeitsschutzes im Unternehmen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, alle Arbeitsplätze hinsichtlich einer Gefährdung für die dort tätigen Mitarbeiter zu beurteilen. Das sind im Büro selbstverständlich gänzlich andere Gefahren, als es in einem chemischen Betrieb oder auch bei einem kleinen Dachdeckerbetrieb sind. Daher ist eine Gefährdungsbeurteilung immer eine sehr individuelle Betrachtung des Betriebes mit seinen Eigenheiten. Eine Gefährdungsbeurteilung kann auch mal etwas umfangreicher werden, die Erstellung ist im Prinzip ohne fachkundige Hilfe eigentlich nicht möglich. Wir unterstützen Sie daher gerne bei der Erstellung und Aktualisierung Ihrer Gefährdungsbeurteilung.

  • Beratung beim Einsatz von chronisch Kranken und Schwerbehinderten

Der Einsatz von schwerbehinderten oder chronisch kranken Menschen ist ein weitere Beratungszweig. Sowohl die finanziellen Fördermöglichkeiten wie auch die tatsächliche Arbeitsplatz- und Arbeitsgestaltung sind Teil unserer Beratung.

  • Beratung beim Umgang mit Gefahrstoffen

Gefahrstoffe sind alle Stoffe im Betrieb, welche ein Gefahrstoffsymbol tragen. Schauen Sie doch mal das Spühlmittel oder den Geschirrspühlreiniger in der Büroküche an, dort finden Sie auch ein Gefahrstoffsymbol. Nun ist nicht jedes Spühli sofort ein Problem, jedoch steckt die Tücke meist im Detail und Gefahrstoffe sind viel häufiger anzutreffen, als allgemein angenommen.

  • Beratung zur Prävention von Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz

Die Prävention, also die Verhinderung von Krankheiten und Verletzungen oder die Verhinderung der Verschlimmerung derselben ist der eigentliche Kern des Arbeitsschutzes. Aus diesem Anspruch leiten sich fast alle anderen Bereiche der Arbeitsmedizin ab. Was anfänglich auf die Verminderung von Fehl- und Ausfallzeiten der Mitarbeiter reduziert wurde, wird in immer mehr Unternehmen nun ein Differenzierungsmerkmal zur Konkurrenz. Betrieblicher Gesundheitsschutz geht dann über Pflichtuntersuchungen hinaus und enthält beispielsweise Schulungen für richtiges Heben und Tragen oder ergonomisdhes Sitzen.

  • Beratung bei Suchtproblematik für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ggfs. Vermittlung zu weitergehenden Therapien

Ein Mitarbeiter mit einem Suchtproblem kann sich zu einem großen Problem für den Betrieb entwickeln. Dabei geht einem großen akuten Ereignis mit beispielsweise einem Unfall oft eine mehrjährige Vorgeschichte vorraus, in der eine Vielzahl an Kollegen und Vorgesetzten das Problem zwar erkennen aber ignorieren. Oft wird die Problematik und deren Auswirkungen auf der Betrieb auch unterschätzt. Wir bieten professionelle Beratung im Akutfall und auch gerne vor einem großen Ereignis und damit begleitende für den Unternehmer und den Mitarbeiter an.

  • Organisation der Ersten Hilfe

Jeder Unternehmer ist für die Organisation der ersten Hilfe in seinem Betrieb zuständig. Wie viele Ersthelfer sind denn aktuell in Ihrem Betrieb und ist die Anzahl ausreichend. Was ist nun der Unterschied zu einem Brandschutzhelfer? Hier stehen wir Ihnen beratend zur Seite, um Bedarf und sinnvolle Verteilung zu besprechen.

  • Mitwirkung beim betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement (BEM) nach Sozialgesetzbuch 9, § 84

Mitarbeiter mit längeren Fehlzeiten infolge von Krankheit haben ein Anrecht auf ein BEM-Verfahren. Hier kann der Betriebsarzt Hilfestellung und Moderator sein. Der Mitarbeiter kann sich im Gespräch mit dem Betriebsarzt auf die ärztliche Schweigepflicht verlassen und offen die vorhandenen Probleme kommunizieren. Im BEM-Gespräch kann der Betriebsarzt dann den Unternehmer und auch den Mitarbeiter in Kenntnis der Krankengeschichte und der betrieblichen Möglichkeiten beraten, ohne dass der Mitarbeiter die Offenlegung seiner Krankengeschichte befürchten muss.

Untersuchungen:

  • Untersuchungen nach berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen („G-Untersuchungen, auch landwirtschaftliche- und Gartenbau BG“)

Die sogenannten G-Untersuchungen (z. B. die G37 oder die G42) sind die alten über die damals zuständigen Berufsgenossenschaften erstellten Untersuchungen. Eigentlich gibt es diese nicht mehr, da die Untersuchungen mittlerweile fast alle in eigenen Verodnungen wie z. B. der Biostoffverodnung (G42) eigenständig erfasst sind. Jedoch ist im alltäglichen Sprachgebrauch noch immer von „der G42“ die Rede. Eine Übersicht über die aktuellen G-Untersuchungen finden Sie hier.

  • Untersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz

Jugendliche unter 18 Jahren müssen vor Aufnahme einer Tätigkeit eine Jugendarbeitsschutzuntersuchung absolvieren und dem Arbeitgeber vorlegen.

  • Untersuchungen nach der Fahrerlaubnisverordnung (FeV, „Führerschein-Untersuchung“)

Benötigt ein Mitarbeiter für seine Tätigkeit einen Führerschein, so muss dieser im Falle der Klassen C, CE und D alle fünf Jahre verlängert werden. Die zugehörigen Untersuchungen inklusive des augenärztlichen Anteils übernehmen wir gerne für Sie.

  • Untersuchungen nach der Strahlenschutz- und Röntgenverordnung

Fallen Arbeitsplätze unter die Röntgen- oder Strahlenschutzverordnung ist ebenso eine regelmässige Untersuchung dieser Mitarbeiter vorgeschrieben. Die Ärzte für Arbeitsmedizin dürfen diese Untersuchungen nur als besonders ermächtigter Arzt durchführen. Gerne stellen wir Ihnen auch diese Dienstleistung zur Verfügung, da die Ermächtigung uns vorliegt.

  • Einstellungsuntersuchungen

Bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern können bestimmte Eignungen oder körperliche Fähigkeiten neben denen der fachlichen Eignung relevant sein. Hier bieten wir Ihnen entsprechende Eignungs- und Einstellungsuntersuchungen an.

Gerne stellen wir Ihnen in Mainz und Umgebung ein maßgeschneidertes Angebot für Ihr Unternehmen zusammen.